
Der Magenkranke muss lernen, seinen Gefühlen gegenüber zu treten, seine Konflikte zu bearbeiten und Eindrücke bewusst zu verdauen.
Andauernde Angst und Erregung können je nach Gegebenheit verschiedene Organe beeinträchtigen – so auch den Darm mit Durchfallerkrankungen. Dagegen kann Verstopfung Ausdruck von Nicht-Hergeben-Wollen sein, Festhalten an Dingen, die gerne mit Geiz verglichen werden.
Menschen, die zur Ulcusbildung neigen, erscheinen oft ehrgeizig, leistungsorientiert und erfolgreich und erwecken damit den Eindruck von übermäßiger Unabhängigkeit. Oft verbergen sich hinter der Maske mangelndes Selbstvertrauen so wie die Wünsche nach geborgener Abhängigkeit und die Sehnsucht, geliebt und umsorgt zu sein.
Die Heilpflanzen für den Magen decken ein breites Spektrum ab, besonders aber für vergiftungsbedingte Leiden. Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten sowie Durchfall und Verstopfung haben ihre Ursache bereits im Hohlorgan Magen, obwohl die Folgen erst im Darm spürbar werden.
Kalmus (Acorus calamus) enthält die Stoffe Asaron und Isoararon in seinem ätherischen Öl – was die Wurzel so unentbehrlich macht, wenn es darum geht, den Magen wieder in Hochform zu bringen. Die Heilkräfte des Kalmus sind schon seit Jahrtausenden bekannt. In den Grabbeigaben von Pharaonen fand man Kalmuswurzeln. Die Chinesen erwähnten den Kalmus schon 3700 v. Chr. und nannten ihn Chang-Pu, Lebensverlängerer. Besonders erwähnt wurde Kalmus in der Pestzeit im Mittelalter. Da sie von Leuten genutzt wurden, die an der Pest verstorbene Toten ausraubten, ohne selbst an dem Schwarzen Tod zu erkranken, gab man der Kräutermischung den Namen „Vier-Räuber-Essig“. Pestwurz, Bibernelle und Wacholder kamen dem Kalmus zu Hilfe.


